Einbrüche, Verluste und Lehren aus Gelsenkirchen
Welche Tresore sind für zuhause geeignet?
Was zahlt die Versicherung beim Einbruch?
Wie verhält es sich mit Waffentresore? Was ist zu beachten?
Schützen Sie, was Ihnen wichtig und wertvoll ist
Einbrüche, Verluste und Lehren aus Gelsenkirchen Einbrüche wie der spektakuläre Sparkassen-Coup in Gelsenkirchen Ende 2025 zeigen deutlich: Selbst massive Tresoranlagen sind nicht unknackbar. Die Täter stahlen dort in einer Nacht Inhalte aus rund 3200 Schließfächern. Die Folge: Millionenverluste und viele Kunden, die kaum oder gar nicht versichert waren. Dieser Fall macht auch im privaten Umfeld deutlich, wie wichtig es ist, Wertsachen sicher zu lagern – und richtig zu versichern.
Welche Tresore sind für zuhause geeignet? Privathaushalte haben die Wahl zwischen verschiedenen Tresorarten: Möbeltresore lassen sich platzsparend integrieren, Wand- und Bodentresore bieten gute Tarnung, und freistehende Wertschutzschränke punkten mit Volumen und Sicherheit. Entscheidend ist dabei nicht nur der Typ, sondern vor allem die Sicherheitsstufe .
Die gängigsten Normen sind:
EN 14450 für Sicherheitsschränke (Stufe S1 und S2)EN 1143-1 für Wertschutzschränke (Widerstandsgrade 0 bis VI)Je höher der Widerstandsgrad, desto größer der Einbruchschutz – und desto höher die versicherbaren Werte. Tresore mit veralteter A/B-Klassifizierung oder ohne Prüfzertifikat gelten als nicht versicherungsfähig.
Was zahlt die Versicherung beim Einbruch? Hausratversicherer richten ihre Leistungen oft nach dem Widerstandsgrad des Tresors. Grobe Richtwerte:
S1 (EN 14450): bis ca. 5.000 €S2 (EN 14450): bis ca. 20.000 €Grad 0 (EN 1143-1): bis 40.000 €, mit Alarmanlage bis 80.000 €Grad I: bis 65.000 € (130.000 € mit Alarm)Grad II: bis 100.000 € (200.000 € mit Alarm)Diese Werte gelten für Bargeld, Schmuck, Edelmetalle oder Uhren. Wichtig: Nur zertifizierte Tresore (z. B. VdS oder ECB-S) werden anerkannt.
Was muss beim Einbau beachtet werden? Tresore unter 1.000 kg müssen fest verankert werden – am besten in Betonboden oder massiver Wand. Viele Modelle bieten verdeckte Bohrungen zur innenliegenden Verschraubung. Unzureichend montierte Tresore können von Einbrechern schnell entfernt oder aufgebrochen werden.
Welche Tresore sind empfehlenswert? Einstieg: Tresore der Klasse S2 (EN 14450) eignen sich für kleinere Wertsachen und wichtige Dokumente.Mittelklasse: Wertschutzschränke mit Widerstandsgrad 0 (EN 1143-1) bieten soliden Schutz für Bargeld und Schmuck im privaten Bereich.Premium: Tresore der Klasse I (EN 1143-1) verbinden hohen Einbruchschutz mit zusätzlichem Feuerschutz.Bei sehr hohen Werten (ab 100.000 €) sollten Grad II-Tresore und Alarmanlagen kombiniert werden. Die Tresorgröße sollte mit Blick auf zukünftige Wertgegenstände großzügig gewählt werden.
Wie verhält es sich mit Waffentresoren? Was ist zu beachten? Wer legal Waffen besitzt, muss sie laut Waffengesetz § 36 in zertifizierten Waffenschränken aufbewahren. Seit 2017 sind mindestens Tresore der Klasse Grad 0 nach EN 1143-1 Pflicht. Kurzwaffen dürfen nur in begrenzter Zahl (max. 5 bei < 200 kg) gelagert werden.
Schützen Sie, was Ihnen wichtig und wertvoll ist Ein Tresor zuhause ist eine sinnvolle Investition in Sicherheit – aber nur dann, wenn er zertifiziert, richtig montiert und mit der passenden Versicherung kombiniert wird. Wer hohe Werte aufbewahrt, sollte unbedingt Widerstandsgrad, Versicherungssummen und Alarmkonzepte aufeinander abstimmen. Der Fall Gelsenkirchen zeigt: Sicherheit beginnt bei der Planung – und endet nicht bei der Tresortür.
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